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Wacken

21 Jan

Es geht um Musik. Um laute Musik. Um Musik, die ohne ihre  Lautstärke nicht zu denken wäre. Genau gesagt geht es um  Metal-Musik. Und damit ich das nicht versehentlich vielleicht vergesse oder aber (was eher unwahrscheinlich ist) es nicht klar erkennbar wird, hier mein Geständnis: ich liebe Metal Musik.  Mein musikalisches Herz ist groß genug und bietet Platz nicht nur für Beethoven, Schubert, Willy de Ville, Tom Waits und  und und …

Seit 23 Jahren findet alljährlich im kleinen verträumten Dorf Wacken (bei dieser Gelegenheit empfehle ich gerne den sehenswerten Film „Full Metal Village“) das Musikfestival statt, welches Metal-Fans aus allen Erdteilen miteinander vereint.  Und nun in diesem Jahr 2013 soll  von einem  Bewohner  des Dorfes Klage erhoben worden sein  gegen das Festival, bzw. (wenn ich es recht verstanden habe) gegen die Lautstärke der Musik.  23 Jahre lang hat es offenbar niemanden gestört, dass einige Tage lang dieses kleine Örtchen für Metal-Fans der Nabel der Welt war und ist.  Das Festival mit seinen ca. 80.000 Besuchern wurde nicht nur toleriert, sondern gastfreundlich willkommen geheißen.

Gut, es ist unzweifelhaft, dass ich die Altersgrenze für eine Teilnahme am Festival überschritten habe (und das nicht, weil ich dort nicht mehr willkommen wäre, sondern weil meine altersbedingten Zipperlein ein zelten oder campen im wilden Umland einfach nicht mehr dulden … 🙂 …). Fakt ist, dass ich mich gerade sehr darüber aufrege, dass es immer irgendeinen Mitmenschen gibt, der anderen die Freude am Leben und die dazu gehörenden – auch akkustischen – Äußerungen nicht gönnt. Es sind 3 – in Worten: DREI – Tage von 365 im Jahr, an denen in Wacken gefeiert wird und sich viele zehntausende Menschen verstehen.  Bleiben noch 362  stille, metalfreie Tage.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich gerne noch erwähnen, dass sich die Anwohner der  Museumsmeile in Bonn, wo gerne während der Sommermonate Künstler jeglichen Genres ihre Musik zum Besten  gaben, auch sehr gerne über den „Lärm“ beschwerten. Und dort waren auch sanfte und leise Rhythmen zu hören, aber wohl immer noch zu laut.