Archiv | Februar, 2012

Weibliche Schönheit – gestern und heute

27 Feb

Elizabeth Taylor … sie hätte in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag gefeiert.  Lange Zeit galt sie als die „schönste Frau der Welt“.  Schaut man sich ihre Fotos und auch Filme an, wird sofort offensichtlich, wie richtig diese Einschätzung war.

In ihrer  Zeit, als sich noch nicht jeder mittelmäßig aussehende „Trampel“ unter das chirurgische Messer legen konnte, um zu dem zu werden, was dann in den Medien als „Schönheit“ gefeiert wird, fiel diese von der Natur so verschwenderisch mit veilchenblauen Augen, samtiger Haut, perfekten Proportionen in Gesicht und am Körper beschenkte Frau umso mehr auf.

Ja, ich gebe zu: ich habe tatsächlich zum ersten Mal in der vergangenen Woche „Germanys next Top Model“ geschaut. Zum ersten und zum letzten Mal. Ich wollte mir aufgrund der vielen Äußerungen in der Presse und auch in meinem Umfeld, sowohl in negativer wie auch positiver Richtung,  ein eigenes Bild machen von diesem „Erfolgsmodell“ einer Castingshow.

Da sah ich dann also durchaus hübsche  junge Frauen, die von der Jury auch als solche beurteilt wurden. Aber ich sah auch unter anderem eine Frau mit einer Nase, die einem Geierschnabel erfolgreich Konkurrenz machen könnte und in ihrem Gesicht bezüglich der Überdimensionierung nur noch mit dem riesengroßen Mund mithalten konnte (früher sagte man dazu: die könnte die Bananen quer (fr-)essen). Als Ausgleich dazu waren die Augen eher kleine Gucklöcher.

Und wie äußerte sich die Drei-Faltigkeit der Beurteilenden? „Du hast so ein unglaublich schönes Gesicht!“ … und sie gerieten in Verzückung. Und diese Schönheit wurde natürlich in die nächste Sendung mitgenommen. Wohingegen andere – mit weniger „hervorstechenden“ Riechorganen – nach Hause gehen mussten. Seltsam, bei der Nase darf es etwas mehr sein, an den Oberschenkeln anscheinend nicht, sonst hätte man die erfrischende Kandidatin sicher positiv beurteilt.

Tja … so ist das wohl mit dem subjekten Empfinden. Oder doch nicht? Gelten vielleicht mittlerweile andere Kriterien bei der Schönheit? Nicht mehr die eher klassichen Vorgaben? Ist es den Machern dieser und anderer Sendungen nicht vielmehr wichtiger, dass sich jedes schmalbrüstige, dicknasige,  grobporige, breitmaulige, kurzhalsige Mädelchen mit eben diesen „Vorbildern“ identifizieren können soll? Getreu dem Grundsatz: „Siehst du, die sieht mir ähnlich und wird dafür bewundert und ist erfolgreich.“

Na klasse … hebe ich doch einfach meine Teetasse auf die Mittelmäßigkeit und auf die Gleichmacherei. Heute Abend trinke ich ein Glas Champagner auf Elizabeth Taylor … neidfrei und voller Bewunderung.    🙂

Adele – Schönheit auch oder wegen Kleidergröße über 34

22 Feb

Ich fand Adele schon immer mehr als ansehenswert und eine Augenweide.

Klar, ich gehöre wohl nicht zur Zielgruppe. Aber das interessiert mich herzlich wenig. Wer ist denn die Zielgruppe für eine Sängerin mit einer so grandiosen Stimme, mit einem klassisch schön geschnitten Gesicht?

Männer, die diese androgynen Knochengestelle oder tittenwackelnden singenden Mäuschen satt haben?

Da äußert sich doch tatsächlich einer der vielen, vielen „Fachmänner“ und „Frauenkenner“  – da er ja einige von uns, die das nötige Geld dafür ausgeben können und wollen, mit Kleidung versieht  – aus dem Bereich der Modewelt „qualifiziert“ dazu:  Adele sei ein bisschen zu dick.

Habe ich da irgendwann in der Vergangenheit etwas falsch verstanden oder unterlag ich einer optischen Täuschung, als an der Seite eben dieses Modemachers als „Muse“ eine um einiges  opulentere junge Frau, als Adele es ist, einer Band namens Gossip herumschwabbelte?

Vielleicht lag es aber auch an der Verhältnismäßigkeit. Schließlich kann die Sängerin dieser Band weder mit einem so schönen Gesicht aufwarten noch mit einer vergleichbaren Stimme. Von gutem Geschmack ihre Kleidung betreffend ganz zu schweigen.

Und vielleicht ist der pferdeschwänzige bzw. mozartzöpfige Modeschöpfer ja nur traurig, dass er Adele jetzt nicht mehr als  üppige Werbe-Ikone verkaufsträchtig an seine Seite stellen kann, weil dieser Platz ja bereits besetzt war. So ein Pech aber auch! … 🙂

Bundespräsident erklärt seinen Rücktritt

17 Feb

Worauf in den letzten Wochen – oder auch Monaten – sicher viele gewartet, womit allerdings noch mehr haben rechnen müssen, heute setzte es der amtierende deutsche Bundespräsident in die Tat um: er trat von seinem Amt zurück.

Nach meiner Auffassung zu spät, um mit noch einem letzten Rest an Würde und Achtung das Amt für einen Nachfolger freizumachen.

Erst nachdem die Frage nach der Aufhebung der Immunität gestellt wurde, erst nachdem die Staatsanwaltschaft öffentlich die Absicht bekundete, ein Verfahren gegen den Bundespräsidenten einzuleiten … erst dann und jetzt vertrat Herr Wulff offenbar die Meinung, nun könnte dieses Amt beschädigt werden!

Wie ist denn eigentlich die Formulierung „… das Vertrauen der breiten Mehrheit …“ zu definieren, die der Bundespräsident nicht mehr als gegeben sieht? Hatte  nicht schon vor Wochen eine – unabhängig von einer vorangestellten Größenvorgabe – über 50 prozentige Gruppe der Bevölkerung den Umfragen zufolge kein Vertrauen mehr in unser Staatsoberhaupt gehabt?

Im Verlaufe der in der Presse bekannt gewordenen aufeinanderfolgenden ihm vorgeworfenen Verfehlungen habe ich mir wiederholt die Frage gestellt: wie dickhäutig kann man sich als derjenige zeigen und verhalten, der dieses Amt inne hat? Wie ist es um seine ganz persönliche Schamgrenze bestellt?

Ich habe mich nicht nur einmal „fremdgeschämt“, wenn ich die scheibchenweisen Enthüllungen und die Reaktionen – oder auch Nicht-Reaktionen – des Bundespräsidenten in den verschiedenen Medien verfolgte.

Sicher ist es nur mein ganz persönliches subjektes Empfinden, wenn mir die Amtszeit lang vorkam. Dabei war sie doch die wohl kürzeste eines deutschen Bundespräsidenten.

Nun denn. Das Amt wird neu besetzt und einer Frau stände es sicher gut zu Gesicht. Eine qualifizierte Politikerin mit entsprechender Reputation zu benennen, kann so schwierig nicht sein.  🙂

Deutschlands Stimme gefunden!

11 Feb

Na also.

Nun habe ich doch tatsächlich – aus meiner subjektiven Sicht – NICHTS zu meckern an der Entscheidung des gestrigen Finales von “The Voice of Germany”.

Dass die beiden Frauen im Finale standen, war absolut gerechtfertigt.
Dagegen der musikalisch eher “schmalbrüstige” Karlsruher hätte sicher schon früher rausgewählt werden sollen. Was ja auch unschwer an seiner Leistung gestern Abend zu erkennen war.
Da nutzte noch nicht einmal der versucht rockige stimmgewaltige Coach etwas, der ihn tönemäßig gerne mitgezogen hätte.

Und wie las ich heute in einer Pressemitteilung so treffend formuliert: Michael … der dann doch eher zur derzeitigen “Bravo-Generation” gehört.
Ja, gut. Auch die Bravo-Generation hat eine musikalische Meinung und die gilt es zu akzeptieren. Und dass Michael evtl. nicht die Zielgruppe der über 30jährigen trifft, ist nicht seine Schuld.
Eine gute Stimme hat er. Musikalisch begabt ist er.

Aber gegen die beiden Sängerinnen hatte auch er keine Chance.

Herzlichen Glückwunsch der nicht nur begabten, sondern auch äußerst sympathischen Siegerin!!!! :-)

(Nun hatte ich doch noch etwas zu meckern gefunden … ;-) …)